„Wir haben ein Postkarten-Idyll geschaffen.”

Zitat: „Wir haben ein Postkarten-Idyll geschaffen.”

Einnahmen deutlich im Plus

Viel Lob für Arbeit des Fördervereins Liebenbachbad

Von Manfred Schaake

Spangenberg. Lob, Dank und Anerkennung für die Arbeit des Fördervereins Pro Aqua „Wir sind Freibad”: Im Spangenberger Stadtparlament wurde das ehrenamtliche Engagement des Vereins am Donnerstagabend vielfach gewürdigt. Während eines Vortrags über die Aktivitäten gab es Beifall der Stadtverordneten und der zahlreichen Zuschauer.

Der Verein war mit Unterstützung der „Interessengemeinschaft Freibad” gegründet worden, um das Liebenbachbad vor der drohenden Schließung zu retten. Heute wird das 90-jährige Bestehen des damals ersten Bades im Kreis Melsungen gefeiert. Für den Förderverein zogen die Vorstandsmitglieder Thomas Ackermann und Frank Fröhlich eine positive Bilanz.

Ein ähnlicher Verein in Wattenbach „hat uns motiviert”, sagten die Sprecher. Inzwischen seien ganz viele Menschen aktiv. Die Mitgliederzahl sei von 76 beim Start auf nunmehr 296 gestiegen. „Wir wachsen stetig weiter”, sagten Fröhlich und Ackermann. 74 000 Euro Ertrag brauche man für die Saison. Sehr viele Dauerkarten seien verkauft worden, es gebe sehr viele Unterstützer: „Die Einnahmen sind deutlich im Plus.”

Das bisher zur Verfügung stehende Geld sei „hervorragend investiert worden”, da sich die technischen Anlagen „in einem erbärmlichen Zustand” befunden hätten. Der Verein habe inzwischen leichte Rücklagen gebildet, wie die Vorstandsmitglieder formulierten.

„Unser Liebenbachbad ist ein Familienbad, und das soll es noch mehr werden”, hieß es. Dankbar sei man für die mittlerweile 1800 freiwilligen Arbeitsstunden. Alles sei gut gelungen: „Wir haben ein Postkarten-Idyll geschaffen.”

Das Bad werde gut angenommen, Schwimmkurse würden angeboten, Schüler und Vereine nutzten das Bad. Der neu gestaltete Kleinkinderbereich komme gut an. Fröhlich und Ackermann sagten übereinstimmend: „Unser Verein ist in der Lage und gern bereit, das Bad auch in den nächsten Jahren zu betreiben. Das werden wir aber auf Dauer nicht alleine schaffen. Wir brauchen die Unterstützung aller und wir brauchen Geld.” DAS SAGEN...

Das sagen die Stadtverordneten

„Danke, Danke, Danke”, sagte Jörg Lange (CDU) dem Förderverein Pro Aqua. Die Arbeit sei vorbildlich: „Eine ganz tolle Leistung.” Ein besonderer Dank gelte der Vorsitzenden Claudia Schenk, die die Unterstützer anstachele: „Weiter so!”

Peter Carl Dahnke (CDU) lobte, dass der Verein mit einem Not-Budget clever wirtschafte. Die Politik müsse nun überdenken, „was wir dazu geben”.

Dr. Ralf Hillwig (SPD): „Hut ab vor dieser Leistung. Gott sei Dank, dass wir das geschafft haben. Die Stimmung ist gut.”

Annette Koch (FDP) lobte, dass der Förderverein sogar den Parkplatz hergerichtet habe, was eigentlich Aufgabe der Stadt gewesen sei.

Stadtverordnetenvorsteher Wilfried Dräger (SPD) appellierte an die Spangenberger, den Verein durch Mitgliedschaft und Spenden zu unterstützen: „Es wird gut laufen.” (m.s.) 

BU:

Fast täglich im Liebenbachbad: Tanja Elting mit ihren Kindern Elias, Jonas und Lisa mit Georg Liebsch, Fachangestellter für Bäderbetriebe.

„Wir möchten unser Bad nicht missen”, sagt Tanja Elting, „Es ist eine Riesenbereicherung für uns.”

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